Zuviel Mais?

In einigen Regionen Deutschlands wird Kritik am Maisanbau für Biogas geübt. Allerdings dürfen hier die Relationen nicht aus den Augen verloren werden, denn knapp zwei Drittel des angebauten Maises werden zur Tierfütterung verwendet.

Neben Substraten wie Maissilage, Getreide-GPS (Ganzpflanzensilage) oder Grassilage werden vermehrt auch alternative Kulturen angebaut, z.B. Rüben und Hirsen, die Durchwachsene Silphie, Szarvasigras oder Wildpflanzen. Eine Übersicht gibt die Seite Farbe ins Feld

Der Energiepflanzenanbau für Biogasanlagen bietet die Chance, alternative Energiepflanzen anzubauen und damit die Fruchtfolgen zu erweitern. In manchen Regionen bietet sich aber auch der Anbau von zwei Kulturen nacheinander an: So kann nach der Ernte von Grünroggen im späten Frühjahr noch Mais oder Hirse eingesät und im Herbst geerntet werden. Entscheidend für einen langfristig hohen Biomasseertrag ist eine sinnvolle Fruchtfolge, mit der die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten bleibt. Einen Baustein können dabei auch Zwischenfrüchte und Untersaaten bilden, die im Winter den Boden bedecken und damit die Erosion verringern. Dieser Aufwuchs kann ebenfalls in einer Biogasanlage energetisch genutzt werden.