Was sagt die Bilanz?

Das bei der energetischen Verwertung von Biogas freigesetzte Kohlendioxid entspricht der CO2-Menge, die die Pflanzen während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Im Vergleich zur fossilen Energieproduktion wurden im Jahr 2010 mehr als elf Millionen Tonnen klimaschädlicher CO2-Emissionen vermieden.
Klimawirkungen durch Biogas:
- Ersatz fossiler Energieträger
- Substitution von mineralischen Düngemitteln durch den Nährstoffkreislauf innerhalb von Biogasbetrieben
- Reduktion der Methanemission (23-mal klimaschädlicher als CO2) aus der Lagerung tierischer Exkremente durch deren Einsatz in Biogasanlagen
- Vermeidung schädlicher Klimagase durch die Vergärung kommunaler Abfälle
Beispielrechnung für 190-kW-Biogasanlage:
- Jährliche Stromproduktion: 1,5 Millionen Kilowattstunden (versorgt damit 430 Haushalte)
- Jährliche Wärmeproduktion: 350.000 kWh (für 30 Haushalte)
- Substrate: knapp 7.000 Tonnen Substrate (davon 2.500 Tonnen Rindergülle)
Die bei der Bereitstellung der Substrate (Anbau, Düngung, Transport) entstehenden Treibhausgasemissionen summieren sich auf 200 Tonnen. Hinzu kommen etwa 250 Tonnen an CO2-Emissionen beim Bau und Betrieb der Anlage. Würde die gleiche Menge an Strom und Wärme durch fossile Energieträger bereitgestellt, entstünden 1.100 Tonnen CO2. Damit ergibt sich über die Nutzung von Biogas eine Netto-Einsparung von 650 Tonnen CO2 pro Jahr, das sind etwa 60 Prozent. Durch den Einsatz von Gülle oder Rest- und Abfallstoffen kann noch mehr CO2 eingespart werden; über eine Ausweitung der Wärmenutzung kann die Einsparquote auf annähernd 100 Prozent erhöht werden.
Neben der Klimabilanz ist auch die Energiebilanz einer Biogasanlage in der Regel eindeutig positiv: es wird bis zu fünfmal mehr Energie erzeugt als verbraucht.
Download-Angebot: Grafik zur Klimawirkung einer 190kW Biogasanlage –> Treibhausgasemissionen.pdf











